Ivonne Senn

Was ein Hund mit MoneyCoaching zu tun hat
 
Alfons war vermutlich der süßeste Welpe, den ich je gesehen habe – und ich habe an einer Welpenschule unterrichtet, also will das was heißen. Aber war auch der verstörteste Welpe, den ich je gesehen habe – und ich habe an einer Welpenschule … Es gab eigentlich nichts, wovor er keine Angst hatte. Hunde, Babys, Geräusche, Gerüche, Futter, Menschen, Lastwagen, Busse, Gewitter, Feuerwerk … Sein Tag bestand aus Angst und nicht so viel Angst.

Ich erinnere mich noch, als wäre es erst gestern und nicht vor zehn Jahren gewesen, als er auf einem unserer Spaziergänge auf einmal an der Straßenecke vor unserem Haus wie erstarrt stehen blieb und nicht weitergehen wollte. Im Gebüsch lag eine Plastiktüte, die am Vortag nicht dort gelegen hatte. Für ihn ein Grund, erst in Angststarre zu verfallen und dann die Flucht anzutreten – zumindest bis ans Ende der Leine. Ich wusste, wenn ich jetzt seinem Meideverhalten nachgebe, werden wir nie mehr hier langgehen können. Da es aber nun mal der einzige Weg war, der von unserem Haus wegführte, war das keine Option.

Also setzte ich mich auf den Bürgersteig und wartete. Atmete tief und ruhig. Und wartete weiter. Alfons stand zitternd an der gespannten Leine. Da stand er auch noch nach 10 Minuten. Und nach 20. Nach einer halben Stunde hörte er auf zu zittern. Der Körper kann so einen Zustand nur über gewisse Zeit aufrechterhalten, bis er aufgibt. Das war der Moment, wo ich ihn eingesammelt habe und mit ihm nach Hause gegangen bin. Am nächsten Tag musste ich nur noch 20 Minuten neben der Tüte auf dem Bürgersteig sitzen. Am dritten 15. Und am fünften Tag traute Alfons sich so nah heran, dass er daran schnüffeln konnte. Am sechsten Tag gingen wir so achtlos an der Tüte vorbei, als wäre nie etwas gewesen.
Was diese Geschichte auf einer Seite übers MoneyCoaching zu suchen hat?

In meinen Workshops werde ich immer wieder gefragt: „Bist du eigentlich auch der Meinung, dass man verschiedene Konten haben sollte – eins für sein Gehalt, eins für Ersparnisse, eins für Spaß, eins für Spenden …?“

Meine Antwort ist ein klares „Das kommt darauf an.“

Es kommt darauf an, womit du dich wohlfühlst.

Der eine kommt mit vielen Konten bestens zurecht, der andere verzettelt sich nur noch mehr. Diejenigen unter uns, für die das Thema Geld sowieso schon mit Schwierigkeiten belastet ist, sollten es sich den Umgang damit immer so einfach, sprich unkompliziert wie möglich machen.  

Aber wenn du gerne mit mehreren Konten arbeiten möchtest, habe ich hier ein paar Inspirationen für dich:

Das Girokonto

Für alle deine Einnahmen und Ausgaben.
Wenn du selbstständig oder freiberuflich tätig bist und Schwierigkeiten hast, deine privaten und deine geschäftlichen Ausgaben zu trennen, kann es sinnvoll sein, ein Unterkonto einzurichten, auf das du dir jeden Monat ein Gehalt für deine persönlichen Ausgaben überweist.

Das Steuerkonto.

Das ist für Selbstständige und Freiberufler unbedingt empfehlenswert. Denn ein gewisser Teil deines Einkommens gehört dir nicht; du darfst das Geld nur aufbewahren, bis das Finanzamt es benötigt. Je länger der Zeitraum zwischen deinen Einkommensvorauszahlungen ist (das reicht von einmal im Jahr über jedes Quartal bis zu jeden Monat), desto schwieriger ist es, immer im Hinterkopf zu haben, wie viel von dem Geld auf deinem normalen Konto gar nicht dir, sondern dem Staat gehört.

Ach, Freiberufler sein … Sich keinem Chef mehr unterordnen, die Arbeitszeiten selber bestimmen, einfach mal einen Nachmittag frei machen, wenn die Sonne scheint oder die beste Freundin auf einen Kaffee vorbeikommt. 
So kann das selbstständige Arbeitsleben tatsächlich aussehen.
Oft tut es das aber nicht. 

Was nicht unbedingt an mangelnden Aufträgen oder Honoraren liegt, sich aber darin zeigen kann. Weil wir es an einer ganz anderen Stelle falsch angehen. Und dann zerplatzt dieser Traum wie eine Seifenblase und wir sind frustriert. Dabei gibt es ein paar simple Regeln, die dir helfen, erfolgreich in die Freiberuflichkeit zu starten – und durchzuhalten.

Heute ist Ostermontag und ich sitze seit zehn Uhr an meinem Computer und arbeite. Warum auch nicht? Das Wetter ist mau und ich habe nichts vor. Womit wir auch schon bei der ersten Regel für erfolgreiche Freiberufler sind:

Was du heute kannst besorgen …

Gerade wenn du noch am Anfang deiner Selbstständigkeit stehst und dir die Routine des Arbeitens, ohne dass dir jemand sagt, was du wann zu tun hast, fehlt, solltest du dir einen Satz merken: Arbeite immer vor, aber niemals nach. Das Schöne am freiberuflichen Dasein ist ja, dass man sich seine Arbeitszeiten frei einteilen kann. Und so ist man schnell geneigt, diese Arbeit mit einem „Ach, das kann ich auch heute Abend/morgen/am Wochenende“ machen auf später zu verschieben. Weil gerade die Sonne scheint. Die neue Lieblingsserie veröffentlicht wurde. Man nur noch mal schnell bei Facebook & Co. reinschauen will … Damit bringst du dich allerdings schneller in die Bredouille, als du Netflix sagen kannst. Arbeite lieber vor, wenn das Wetter schlecht ist, es gerade gut läuft oder du einen freien Sonn- oder Feiertag hast, um die so gewonnene Zeit später mit gutem Gewissen abzubummeln und mit etwas Schönem zu füllen, als ständig der Arbeit hinterherzuhecheln. Disziplin, Baby!

Apropos Disziplin:

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Was meine Klienten sagen:

"Mir Hilfe bei dir zu suchen war die beste Entscheidung, die ich in den letzten Jahren getroffen habe." - Sabrina F. (D)

"Das strukturierte Arbeiten hat mir besonders gut gefallen." - Irene W. (D)

"Wenn du mir vorher erzählt hättest, was sich in diesen vier Wochen Coaching alles für mich verändert, ich hätte es nicht geglaubt." - Michalis P. (Hamburg)