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Aaaah, sorry, sorry, sorry, dass dieser Post so viel später kommt als angekündigt. Eine verrutschte Bandscheibe hat mich ein paar Tage aus der Bahn geworfen, aber dank eines tollen Arztes, eines fantastischen Akkupunkteurs und einer unglaublich gut gelaunten Physiotherapeutin geht es mir schon wieder besser.

Letzte Woche ist mir etwas ganz Großartiges passiert. Obwohl ich ja nun schon seit mehreren Wochen weiß, dass ich diesen Post hier schreiben werde und mir deshalb viele Gedanken über Beispiele gemacht habe, die zeigen, wie wichtig unsere Mitmenschen für unsere Beziehung zum Geld sind, habe ich einen ganz entscheidenden Bereich meines Lebens dabei vergessen. Aber dann kam dieses Telefonat letzte Woche, und vorher diese E-Mail, und dann … Ich fange einfach mal von vorne an.

 

Du erinnerst dich, im letzten Beitrag ging es um den äußeren Kreis dieses kleinen Piktogramms und darum, wie wichtig ein geordnetes Umfeld für dein Geld ist. Denn Geld ist Energie, und die muss fließen. Der zweite Kreis steht für die Personen in deinem Umfeld und deren Einfluss auf deine Beziehung zum Geld. Dass wir mit unserem Partner auf der gleichen Seite stehen sollten, was unsere finanziellen Ziele angeht, versteht sich eigentlich von selbst – ist in der Praxis aber oft nicht so. Obwohl es inzwischen mein Beruf ist, über Geld zu reden, fiel es mir jahrelang unglaublich schwer, das mit meinem Mann zu tun. Ich mochte nicht zugeben, dass ich irgendwo was vermasselt hatte oder Hilfe brauchte. Und ihn nach seinen Finanzen zu fragen kam mir irgendwie wie ein unbefugtes Eindringen in seine Privatsphäre vor. Inzwischen sind wir beide darin besser geworden, aber manchmal … Wenn du also das nächste Mal nachts wach liegst, weil du mal wieder nicht weißt, wo das ganze Geld in diesem Monat geblieben ist, dann versuch doch mal, mit deinem Partner darüber zu reden. Er hat vermutlich mehr Verständnis, als du glaubst.

Der zweite wichtige Personenkreis sind die Menschen, die dich bezahlen. Magst du deinen Chef, deine Kunden, die Firma, für die du arbeitest? Oder fühlst du dich in deren Gegenwart unwohl? Wir denken oft, verdientes Geld ist immer gutes Geld, aber das stimmt nicht. Es gibt auch „zu teuer verdientes“ Geld. Das ist Geld, das dich mehr Energie kostet, als es dir wiedergibt. Das kann ein Honorar für eine Arbeit sein, die nicht mit deinen Werte übereinstimmt. Oder Geld, das du von jemandem bekommst, der dir zutiefst unsympathisch ist. Wenn du jeden Tag ab zwei Uhr nachmittags auf die Uhr schaust, wann endlich Feierabend ist, oder die Nummer eines bestimmten Kunden auf deinem Display aufleuchtet, und du am liebsten nicht rangehen würdest, weißt du, was ich meine. Hier fließt die Energie nicht, sondern sie staut sich. Und nimmt damit nach und nach immer mehr Platz ein, der dir für andere, sich besser anfühlende Arbeit fehlt. Wenn so etwas öfter vorkommt, solltest du dir Gedanken machen, was du ändern kannst, um den Energiestau aufzulösen. Manchmal reicht schon ein klärendes Gespräch, aber manchmal braucht es auch einen radikalen Schnitt. Falls du nicht weißt, wie du vorgehen sollst, helfe ich dir gerne.

Was für das Geldverdienen gilt, gilt natürlich auch fürs Geldausgeben. Wie wohl fühlst du dich in den Läden, in denen du einkaufst? Passen die Dinge – ob Lebensmittel, Kleidung, Möbel, Autos – und ihre Hersteller zu deinen Werten und Einstellungen? Natürlich muss man im Alltag auch mal Kompromisse eingehen, aber ich versuche, soweit es geht, mein Geld nur da zu lassen, wo ich mich auch selber gerne eine Weile aufhalten würde. Ob das der Handwerker ist oder der Drogeriemarkt. Ich schätze mein Geld, und um es entspannt fließen zu lassen, gebe ich an Menschen weiter, die es ebenfalls schätzen.

Womit wir bei meiner Geschichte vom Anfang sind. Für uns Selbstständige und Freiberufler gibt es noch eine vierte Gruppe Mensch, die für einen vernünftigen Energiefluss unglaublich wichtig ist: der Steuerberater.

Bis vor drei Tagen hörte ich, wenn ich dieses Wort gelesen oder ausgesprochen habe, im Hintergrund immer leise die Titelmelodie von Der weiße Hai. Dum-dum-dum-dum … Mein Steuerberater war nett, aber irgendwie verbreiteten er und seine Mitarbeiter immer eine leicht angespannte Stimmung. Und in den acht Jahren, in denen ich bei dieser Kanzlei war, habe ich auch ständig irgendwelche Probleme mit dem Finanzamt gehabt, die ich von den vielen Jahren davor nicht kannte. Wie es der Zufall nun wollte, waren mein Steuerberater und ich uns in einigen Dingen nicht mehr ganz einig (das war die erwähnte E-Mail), und ich spielte mit dem Gedanken, mir einen anderen zu suchen. Zwei Freundinnen von mir, die einander nicht kennen, empfahlen mir am gleichen Tag die gleiche Frau. Die ich sofort angerufen habe (das war das erwähnte Telefonat). Von Liebe auf den ersten Satz zu sprechen, wäre vielleicht etwas übertrieben – obwohl, nein. Genau so war’s. Ich fühlte mich sofort verstanden, ich fühlte mein Geld sofort respektiert und geschätzt – und ich hörte nicht Der weiße Hai, sondern eher Hair. Dieser Unterschied zwischen E-Mail (morgens) und Telefonat (nachmittags) war so immens, dass ich sofort wusste, hier bin ich richtig. Ich bin gespannt, aber ich würde die Prognose wagen, dass meine Probleme mit dem Finanzamt der Vergangenheit angehören. Denn meine neue Steuerberaterin hat genau die Leichtigkeit, von der ich bis dahin nicht gewusst hatte, dass sie mir fehlt. Und an ihrer Seite sieht auf einmal selbst das düstere Steuerthema, das noch geklärt werden muss, leicht und lösbar aus. Dazu gehört auch eine neue tägliche Praxis für mich – aber das gehört zum innersten Kreis, um den es nächste Woche geht.

Okay, einen hab ich noch: Nämlich deine Rolle im Zusammenspiel mit deinen Mitmenschen – und was du tun kannst, um den Energiefluss zu verbessern. Mehr dazu verrate ich in meinem nächsten Newsletter.