Ivonne Senn


Wie verdient man mehr GeldAlle Ratgeber, die ich in den letzten drei Jahren zum Thema "Finanzprobleme lösen" gefunden habe – ob Bücher, Zeitschriftenartikel oder Blogs – geben zusammengefasst immer den gleichen Rat: "Um mit deinem Geld auszukommen, musst du nur weniger ausgeben, als du einnimmst."
Aus meiner Erfahrung fehlen diesem einfachen Konzept ein paar entscheidende Punkte. Neben der emotionalen Komponente (wieso gibt jemand mehr aus, als er hat?), die immer sträflich vernachlässigt wird, lässt dieser Rat vor allem eine wichtige Frage komplett unbeantwortet: Was, wenn das Einkommen so gering ist, dass es gerade (oder noch nicht einmal) die Lebenshaltungskosten deckt? Wenn es einfach kein Sparpotenzial mehr gibt?

Ob Ausbildung, Umschulung, Arbeitslosigkeit oder ein geringes Gehalt – die Gründe, warum jemand am Monatsende mit Glück plus/minus null herauskommt, sind vielfältig. Was sie gemeinsam haben, ist, dass man mit Sparen hier nicht weiterkommt. Deshalb drehe ich den obigen Rat um:
"Wenn dein Geld nicht reicht, musst du mehr einnehmen, als du ausgibst."

Richtig gelesen. Du musst einfach nur mehr Geld verdienen. Bevor du jetzt die Augen verdrehst und denkst: "Haha, sehr witzig", bleib noch einen Moment bei mir.

Wie hast du dein allererstes Geld verdient? Ferienjob, Ausbildung, während des Studiums?

Du hast dich irgendwo beworben.
Du hast den Job bekommen.
Du hast deine Arbeit zuverlässig und freundlich erledigt.
Du hast am Ende des Monats dein Geld bekommen.

Vier Schritte.
Mehr hast du nicht tun müssen, um dein erstes Geld zu verdienen.
Und weißt du was? Daran hat sich nichts geändert. Es sind weiterhin nur vier Schritte nötig, um Geld zu verdienen. Ob als Angestellter (Vorstellungsgespräch, Jobzusage, Arbeit abliefern, Gehalt kassieren) als Freiberufler (Angebot abgeben, Projektzusage, Arbeit abliefern, Honorar kassieren) oder als Selbstständiger (Produkt entwickeln, Produkt am Markt anbieten, Produkt verkaufen, Einkünfte generieren). Es sind nie mehr als vier Schritte.

Was uns zum Stolpern bringt, sind unsere Gedanken dazu.
"Ich habe keine Zeit für einen Nebenjob."
"In meinem Alter nimmt mich keiner mehr."
"Wenn ich etwas dazuverdiene, zieht es mir das Arbeitsamt ja sowieso wieder ab."
"Wegen der Kinder kann ich nachmittags nicht aus dem Haus."

Ich habe schon ungefähr einhundertsieben Ausreden gehört und es werden bestimmt noch einige dazukommen. Wenn du eigentlich gar nichts an deinem Leben ändern willst, ist an einer schönen Ausrede auch nichts auszusetzen. Wenn du aber unter dem Ist-Zustand leidest, ist es an der Zeit, dich ein für alle Mal von deinen Ausflüchten zu verabschieden, egal, wie lieb du sie gewonnen hast.

Denn das Einzige, was zwischen dir und einem höheren Einkommen steht, sind deine Gedanken. Sieh nicht auf das, was nicht geht, sondern auf das, was möglich ist.

"Wenigstens einen Tag am Wochenende könnte ich arbeiten."
"Meine Erfahrung wird irgendwo gebraucht."
"Je mehr ich dazuverdiene, desto unabhängiger werde ich vom Arbeitsamt."
"Es gibt bestimmt einen Job, den ich von zu Hause aus machen kann."

Diese Bespiele habe ich mir nicht ausgedacht, sondern sie sind aus meinem unmittelbaren Leben gegriffen.

  • Meine Ausbilderin, die nach ihrer Scheidung als Alleinerziehende über eine halbe Million Dollar Schulden abzahlen musste, deswegen zu ihrem Hauptberuf noch zwei Nebenjobs angenommen hat und nach fünf Jahren schuldenfrei war.
  • Mein Vater, der nach seiner Pensionierung als freiberuflicher Berater für einen ehemaligen Kunden gearbeitet hat.
  • Zwei gute Freunde von mir, die sich nach und nach aus Hartz IV herausgearbeitet haben und jetzt keinerlei staatliche Unterstützung mehr brauchen.
  • Unzählige tolle Frauen, die sich parallel zum Muttersein als Aufräumcoach, Möbelrestauratorin, Yogalehrerin, Übersetzerin, Kinderspielzeugherstellerin ... erfolgreich selbstständig gemacht haben und so Kinder und Beruf unter einen Hut kriegen.

Sie alle sind die vier Schritte gegangen. Du kannst das auch.

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"Mir Hilfe bei dir zu suchen war die beste Entscheidung, die ich in den letzten Jahren getroffen habe." - Sabrina F. (D)

"Das strukturierte Arbeiten hat mir besonders gut gefallen." - Irene W. (D)

"Wenn du mir vorher erzählt hättest, was sich in diesen vier Wochen Coaching alles für mich verändert, ich hätte es nicht geglaubt." - Michalis P. (Hamburg)