Ivonne Senn

Gerade habe ich mir das erste von drei Zugtickets gekauft, die ich in den nächsten Monaten brauche. Es war ganz leicht – ich wusste, von wo ich abfahren wollte (Hamburg) und wo ich ankommen wollte (Berlin). Dann einfach die beste Verbindung heraussuchen und buchen.

Auf Reisen ist es uns so klar, wie es geht. Erst bestimmen, wo wir sind, dann, wohin wir wollen, und als Letztes den besten Weg dorthin heraussuchen. Fertig.
Wenn es um unsere finanzielle Reise geht, kriegen wir die Reihenfolge aber irgendwie immer durcheinander – oder vergessen die Hälfte. Wir wissen oft, wo wir hinwollen – okay, wir meinen zu wissen, wo wir hinwollen. Nämlich zu mehr Geld. Einige von uns überlegen auch angestrengt den besten Weg dorthin. Aber kaum jemand macht sich die Mühe, erst einmal zu gucken, wo er denn überhaupt gerade ist. Was, wenn man die Metapher des Reisens noch ein wenig strapaziert, ziemlich unlogisch ist. Denn wie soll man den besten Weg ans Ziel finden, wenn man gar nicht weiß, wo die Reise losgeht? Hinzu kommt, dass das Ziel „Mehr Geld“ auch so seine Tücken hat … wusstest du, dass es alleine 29 Städte auf der Welt gibt, die Hamburg heißen? Da sollte man in seinem Navi schon das richtige Hamburg eingeben, wenn man zum VIP-Tag zu mir will :-)

Also, erster Punkt der Planung deiner finanziellen Reise: Standortbestimmung. Dafür brauchst du ein paar Zahlen – und dein Jahresgehalt zählt nicht dazu. Interessant, oder? Aber die Standortbestimmung fängt mit der Zahl an, die ich den Nettowert nenne. Das ist alles, was du besitzt, abzüglich allem, was du irgendjemandem schuldest. Man muss sich schon ein wenig Zeit nehmen, um ihn zu bestimmen, aber dafür kennst du dich danach in deinem Haus und deinen Unterlagen besser aus, als du es je für möglich gehalten hast.

Stell dir vor, du würdest morgen zu deiner großen Liebe oder für deinen Traumjob ans andere Ende der Welt ziehen und müsstest vorher alles verkaufen, was du besitzt. Und alle deine Schulden abzahlen, sonst lässt man dich hier nicht weg. Dazu teilst du alles, was du hast, in folgende Kategorien auf:

Geldbringer, Geldnehmer und Geldvernichter.

 

  • Zu den Geldbringern zählte alles, das heute mehr wert ist als zum Tag des Kaufs. Schmuck, Oldtimer, evtl. ein Haus/eine Wohnung, Lebensversicherungen, Sparbücher/Investitionen, teilweise Aktienpakete, Designerkleidung, Tafelsilber …
  • Geldnehmer ist alles, was nach dem Kauf an Wert verliert. Bücher, die meiste Kleidung, Modeschmuck, Neuwagen, Fahrräder, Computer, Fernseher, Kameras, aber auch Häuser/Wohnungen in Gebieten mit fallenden Preisen.
  • Unter die Geldvernichter fällt alles, was dich mehr Geld kostet, als es wert ist. Leasingfahrzeuge (außer Oldtimer),  finanzierte Fahrzeuge, Kredite, Darlehen fürs Haus/Eigentumswohnung (das ist ein Zwitter, der sowohl als Geldbringer als auch als Geldvernichter gezählt wird) …

Die Rechnung lautet: Geldbringer + Geldnehmer - Geldvernichter = Nettowert.

Als ich mit Ende zwanzig in der Werbung gearbeitet habe, habe ich 120.000 DM im Jahr verdient. Viel Geld. Und doch hatte ich nichts. Meine Wohnung war gemietet, meine Autos geleast, Sparbuch Fehlanzeige, laufender Kredit, nur meine Möbel und Klamotten gehörten mir. Mein Nettowert = ca. -30.000 DM.
Ein paar Jahre später verdiente ich weniger als die Hälfte (und der Euro war schon da, was diese Hälfte noch ein wenig kleiner machte), aber ich hatte immerhin ein Auto, das mir gehörte. Ich verdiente zwar weniger Geld, aber mein Nettowert lag bei um die -10.000 Euro.
Heute verdiene ich in manchen Jahren immer noch nicht viel mehr. Aber mir gehört inzwischen nicht nur ein Auto, sondern u. a. auch 1/3 des Hauses, in dem ich wohne. Ende 2014 lag mein Nettowert bei 104.850 Euro.

Was hatte sich bei mir geändert? Wieso ist mein Nettowert trotz sinkendem Einkommen gestiegen? Ich habe mein Geld anders ausgegeben. Denn der Nettowert verrät dir nicht nur, wo du finanziell stehst, sondern auch, was der Wunsch „Mehr Geld“ für dich bedeutet.

Wenn du sehr viele Geldbringer hast, bist du jemand, der sein Geld gerne gut anlegt. Du investierst dein Geld in Dinge, die ihren Wert erhalten oder steigern. Das ist ein Weg, der dich zu mehr Geld führt.

Wenn deine Hauptsumme in den Geldnehmern liegt, ist dein „Mehr Geld“ eigentlich eine Umschreibung dafür, dass du mehr materielle Dinge haben willst. Dein Weg zu mehr Geld wäre u. a., beim Kauf von diesen Dingen darauf zu achten, dass sie zukünftig in die Kategorie Geldbringer fallen – also lieber eine Kette vom Goldschmied als dreimal Modeschmuck kaufen.

Wenn dein größter Posten die Geldvernichter sind, hast du nicht nur einen negativen Nettowert, sondern du lebst auch über deine Verhältnisse. Das kann viele Gründe haben, vielleicht sind einige auf den ersten Blick nicht einmal selbstverschuldet. Aber dein „Mehr Geld“ liegt definitiv in der Richtung, die Geldvernichter abzubauen, damit für dich mehr übrig bleibt.

Der Nettowert ist quasi der Kompass auf deiner Reise zu dem Ziel, das du mit „Mehr Geld“ umschreibst. Wenn der Nettowert steigt, bist du auf dem richtigen Weg. Wenn er über einen längeren Zeitraum sinkt, ist es an der Zeit, deine Richtung zu korrigieren.

Du willst auch zu „Mehr Geld“? Okay, lass uns loslegen. Mit 2 Coachingsitzungen zum Thema Nettowert und wie es danach weitergeht für nur 150 Euro. Bist du dabei? Dann melde dich gleich an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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