Ivonne Senn

Geld ist Energie – und Energie muss fließen. So könnte man einen der Grundpfeiler meiner Philosophie zusammenfassen. Doch was kann man tun, wenn dieser Fluss stockt? Wenn nicht genügend Geld reinkommt oder zu viel Geld rausgeht?

Dave Ursillo, Autor, Künstler und kreativer Unternehmer, hat am letzten Maiwochenende auf der ALIVE-Konferenz in Berlin einen Workshop darüber gehalten, wie man seine Kreativität in Fluss bringt. Das Bild, das er dafür benutzt hat, war so simpel und einleuchtend, dass ich es mit seiner Erlaubnis für meine Arbeit übernommen habe.

Diese drei Kreise repräsentieren die drei Felder in deinem Leben, die du dir anschauen solltest, wenn deine Geldenergie nicht so fließt, wie du es gerne hättest – oder etwas weniger kryptisch ausgedrückt: Wie es in diesen Bereichen aussieht ist ein Spiegel dessen, wie es auf deinem Konto aussieht.

Heute möchte ich mich mit dem äußersten Ring beschäftigen.

Aaaah, sorry, sorry, sorry, dass dieser Post so viel später kommt als angekündigt. Eine verrutschte Bandscheibe hat mich ein paar Tage aus der Bahn geworfen, aber dank eines tollen Arztes, eines fantastischen Akkupunkteurs und einer unglaublich gut gelaunten Physiotherapeutin geht es mir schon wieder besser.

Letzte Woche ist mir etwas ganz Großartiges passiert. Obwohl ich ja nun schon seit mehreren Wochen weiß, dass ich diesen Post hier schreiben werde und mir deshalb viele Gedanken über Beispiele gemacht habe, die zeigen, wie wichtig unsere Mitmenschen für unsere Beziehung zum Geld sind, habe ich einen ganz entscheidenden Bereich meines Lebens dabei vergessen. Aber dann kam dieses Telefonat letzte Woche, und vorher diese E-Mail, und dann … Ich fange einfach mal von vorne an.

Wie sehr habe ich den November immer gehasst.
Mit seinem meist trüben Wetter war er der passende Vorbote für die beiden schlimmsten Monate des Jahres.
Den Dezember mit seinen Weihnachtsmärkten und Weihnachtsfeiern und Weihnachtsgeschenken, die ein tiefes Loch in meine eh schon löchrige Kasse gerissen haben.

Und den Januar. Kein Silvesterkater war je so schlimm, wie am 2. Januar auf meinen Kontoauszug zu schauen und zu sehen, dass der Dispo gleich im neuen Jahr ausgereizt ist, weil ich wieder einmal verdrängt hatte, dass alle Versicherungen abgebucht werden.
Es gab niemanden, mit dem ich darüber hätte sprechen können. Das verrieten mir die Reaktionen, wenn ich mal eine Andeutung in diese Richtung gemacht habe.

„Ich verstehe das nicht“ – begleitet von Kopfschütteln. „Du bist doch sonst so clever. Und du verdienst doch so gut.“

Und das stimmt.
Ich habe immer einen Haufen Geld verdient.
Und doch hat es am Monatsende nie gereicht.

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