Ivonne Senn

Als MoneyCoach habe ich es mit allen möglichen Menschen zu tun: Die einen haben (ihrer Meinung nach) zu wenig Geld, die anderen zu viel. Und doch finden sie alle den Weg zu mir. Was bedeutet, dass das Geld nicht der Grund für ihre Probleme ist. Aber es ist eine gute Projektionsfläche und ein allgemein anerkannter Sündenbock.

Ich sehe jedoch jeden Tag aufs Neue, dass unsere Beziehung zum Geld nur ein Spiegel unserer Beziehung zu uns selbst ist. Geld allein kann gar nichts und ist gar nichts. Es wird erst etwas durch unsere Gedanken, die wir uns zu ihm machen, durch die Geschichten, die wir uns zu ihm erzählen.

Um diese Geschichten zu ändern, müssen wir wissen, was unsere finanzielle Zufriedenheit wirklich sabotiert. Dazu habe ich eine sehr schöne Studie im Journal of Financial Planning gefunden. In ihr kristallisierten sich vier Grundtypen zum Thema Geld heraus, die ich euch heute gerne einmal vorstellen möchte. Alle Anmerkungen in Klammern stammen von mir.

Die Geldvermeider
Die Geldvermeider glauben, Geld ist schlecht und reiche Menschen sind gierig. Oder sie haben das Gefühl, es selber nicht verdient zu haben, Geld zu besitzen. Geldvermeider haben Angst vor Geld, sie verstehen es nicht oder verabscheuen es sogar. Ihr unbewusstes Ziel ist es, so wenig Geld wie möglich zu haben. Dafür sabotieren sie unterbewusst ihren finanziellen Erfolg oder verschenken ihr Geld (auch im übertragenen Sinne, weil sie nicht darauf achten).


Wie verdient man mehr GeldAlle Ratgeber, die ich in den letzten drei Jahren zum Thema "Finanzprobleme lösen" gefunden habe – ob Bücher, Zeitschriftenartikel oder Blogs – geben zusammengefasst immer den gleichen Rat: "Um mit deinem Geld auszukommen, musst du nur weniger ausgeben, als du einnimmst."
Aus meiner Erfahrung fehlen diesem einfachen Konzept ein paar entscheidende Punkte. Neben der emotionalen Komponente (wieso gibt jemand mehr aus, als er hat?), die immer sträflich vernachlässigt wird, lässt dieser Rat vor allem eine wichtige Frage komplett unbeantwortet: Was, wenn das Einkommen so gering ist, dass es gerade (oder noch nicht einmal) die Lebenshaltungskosten deckt? Wenn es einfach kein Sparpotenzial mehr gibt?

Ob Ausbildung, Umschulung, Arbeitslosigkeit oder ein geringes Gehalt – die Gründe, warum jemand am Monatsende mit Glück plus/minus null herauskommt, sind vielfältig. Was sie gemeinsam haben, ist, dass man mit Sparen hier nicht weiterkommt. Deshalb drehe ich den obigen Rat um:
"Wenn dein Geld nicht reicht, musst du mehr einnehmen, als du ausgibst."

Richtig gelesen. Du musst einfach nur mehr Geld verdienen. Bevor du jetzt die Augen verdrehst und denkst: "Haha, sehr witzig", bleib noch einen Moment bei mir.

Wie hast du dein allererstes Geld verdient? Ferienjob, Ausbildung, während des Studiums?

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Was meine Klienten sagen:

"Mir Hilfe bei dir zu suchen war die beste Entscheidung, die ich in den letzten Jahren getroffen habe." - Sabrina F. (D)

"Das strukturierte Arbeiten hat mir besonders gut gefallen." - Irene W. (D)

"Wenn du mir vorher erzählt hättest, was sich in diesen vier Wochen Coaching alles für mich verändert, ich hätte es nicht geglaubt." - Michalis P. (Hamburg)